Montag, 6. Juli 2009

Xtreme Democracy

Habe gerade mspros Ausführungen zur Piratenpartei gelesen und für gut befunden und denke nun über unsere Demokratie nach.

Dabei kommt ein Bild wieder hoch, daß ich vor Urzeiten mal gelesen habe, vermutlich in der Telepolis. Im Grunde ist der Ansatz vergleichbar mit "Xtreme Programming": take what's good and do it all the time.

Wenn es gut ist, das Volk an der Regierung teilhaben zu lassen, dann fragen wir sie immer.

Wenn es gut ist, nicht nur der Parteilinie zu folgen sondern pragmatisch zu sein, dann folgen wir nie der Parteilinie.

Das Ergebnis sieht dann so aus:
- Jede Entscheidung wird von allen Wahlberechtigten getroffen
- Jeder Wahlberechtigte darf seine Stimme pauschal oder themenbezogen deligieren
- Stimmendeligierung kann man jederzeit zurückziehen

Neu daran ist eigentlich nur, daß man themenbezogen deligieren und zurückziehen kann. Und daß Entscheidungen nicht im Bundestag gefällt werden, sondern öffentlicher, z.B. online.

Der große Vorteil: Wenn mich ein Thema interessiert, kann ich selber abstimmen. Ansonsten kann ich einem Menschen meines Vertrauens meine Stimme geben.

Damit wäre eine Piratenpartei unnötig, und wahrscheinlich langfristig Parteien generell. Wahlkämpfe gäbe es nicht mehr.

Mir würde das gefallen.

2 Kommentare:

  1. Wenn man mal von der inhärenten Immoralität der Demokratie absieht, dann stellt die Xtreme Democracy eine interessante Verbesserung dar: Die finanzielle Unterstützung von Politikern durch Interessengruppen würde sich nicht mehr lohnen, da der Politiker in jedem Moment seine Macht verlieren kann und somit für den Lobbyisten ein unzuverlässiger Partner ist. Möglicherweise das Aus für beide Berufsgruppen!

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  2. »Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen.«
    http://www.voluntarist.de/demokratie/#more-222

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